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Balkon-Solaranlagen boomen – das musst du über die Minikraftwerke wissen

Dank neuer Technik können heute schon kleine Photovoltaikanlagen die Stromkosten kräftig senken. Hier erfährst du alles, was du über die Balkonkraftwerke wissen musst.

Stecker-Solaranlagen, auch als Balkonkraftwerke oder Mini-PV-Anlagen bezeichnet, boomen. Wie das «SRF-Regionaljournal» berichtet, wollen viele Zürcherinnen und Zürcher ihren eigenen Strom produzieren. Eine Subventionsaktion der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) sei auf viel grössere Nachfrage gestossen als erwartet.

Die Beliebtheit der Minikraftwerke kommt nicht von ungefähr: Drohende Energie-Engpässe im Winter, die Möglichkeit, auch als Mieter eigenen Strom produzieren zu können, finanzielle Anreize und die Suche nach nachhaltigen Energiequellen sprechen für die eigene Solaranlage auf dem Balkon. Doch vor der Installation gibt es einige Dinge zu beachten.

1. Den Stromertrag bestimmen

Eine Stecker-Solaranlage besteht aus ein oder zwei Panels, die gemeinsam eine Leistung von höchstens 600 Watt einspeisen dürfen. Durch Sonneneinstrahlung wird Gleichstrom erzeugt, der in einem sogenannten Wechselrichter zu Netzstrom umgewandelt wird. Dieser geht dann über eine gewöhnliche Steckdose in das häusliche Stromnetz über und kann sofort genutzt werden. Dabei ist zu beachten, dass der Ertrag je nach Standort und örtlichen Gegebenheiten auch deutlich niedriger ausfallen kann. Der Grossteil der Produktion, ca. drei Viertel, erfolgt in den Sommer- und Frühlingsmonaten, da im Winter die Tage kürzer sind und die Sonneneinstrahlung weniger intensiv ist. Panels, die eher steil montiert sind (zum Beispiel am Geländer eines Südbalkons), produzieren im Winter bei tief stehender Sonne mehr, eine flache Aufstellung bringt im Sommer mehr Ertrag.

2. Den richtigen Platz finden

Für eines der Geräte aus dem EKZ-Onlineshop brauchst du eine regengeschützte Aussensteckdose sowie einen sonnigen Platz für mindestens ein Panel, das ca. 1 mal 1,70 Meter gross ist. Um die einfallende Sonneneinstrahlung optimal zu nutzen, solltest du die Möglichkeit haben, bei einer senkrechten Montage deine Panels gegen Süden, Südosten oder Südwesten auszurichten. Wenn du deine Panels flach aufstellst, ist auch eine Ost-West-Ausrichtung ergiebig.

Kann ich mit einem Balkonkraftwerk Strom-autark werden?

Eine Stecker-Solaranlage, die aus zwei Panels besteht, kann nach Angaben der EKZ bis zu 600 Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr erzeugen. Eine Schweizer Single-Wohnung verbraucht dagegen im Mittel 1300 kWh jährlich. Bei einem Haushalt mit 3 Personen erhöht sich der Verbrauch auf durchschnittlich 2600 kWh. In Einfamilienhäusern ist der Verbrauch im Mittel noch höher. Das Balkonkraftwerk produziert also in der Regel zu wenig Strom, um damit den ganzen Haushalt zu versorgen. Ausserdem wichtig: Balkonkraftwerke sind keine Notstromversorgung. Fällt das Netz aus, schalten sich die Wechselrichter automatisch ab.

3. Vermieter oder Eigentümer informieren

Damit du keinen Ärger mit dem Vermieter oder der Vermieterin bzw. dem Eigentümer oder der Eigentümerin bekommst, solltest du diese vorher über dein Vorhaben informieren und deren Erlaubnis einholen. Falls du in der Kernzone oder in einem denkmalgeschützten Gebäude wohnst, empfiehlt sich ausserdem, mit den zuständigen Behörden Kontakt aufzunehmen, um abzuklären, ob eine Bewilligung nötig ist.

4. Die passende Halterung wählen

Beim Kauf solltest du darauf achten, dass das passende Material für die gewünschte Art der Aufstellung dabei ist. Da ein einzelnes Panel je nach Modell bis zu 24 Kilogramm wiegen kann, muss die Befestigung den Anforderungen des Baurechts entsprechen und das Haltesystem zum Einsatzort passen. Es gibt verschiedene Halterungen, etwa für die Befestigung am Balkongeländer oder eine Aufständerung zur Montage auf einem Flachdach oder im Garten. In jedem Fall sollte die Anlage sturmsicher befestigt werden, da das Panel nicht nur der Sonne, sondern auch dem Wind eine grosse Angriffsfläche bietet.

5. Anlage anmelden

Mini-Solaranlagen, die maximal 600 Watt produzieren, sind nicht bewilligungspflichtig, müssen aber beim Elektrizitätswerk angemeldet werden. Sobald du deine Anlage montiert hast, solltest du den Stromanbieter darüber informieren. Auf der EKZ-Website gibt es ein entsprechendes Formular.

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk finanziell?

Eine Solaranlage für den Balkon lohnt sich längerfristig aus finanzieller und ökologischer Sicht. Beispielrechnung: Für ein Standardmodul (ein Panel) bezahlst du mit EKZ-Subvention 375 Franken und kannst eine maximale Produktion von 320 kWh im Jahr realisieren. Wenn du rund 80 Prozent der erzeugten Energie direkt verbrauchst, liegt deine Ersparnis pro Jahr bei 40 bis 50 Franken – bei aktuellen Strompreisen. Das klingt auf den ersten Blick nach wenig. Ein Solarmodul hat in der Regel aber eine Lebensdauer von mindestens zwanzig Jahren und die Strompreise dürften in den kommenden Jahren eher steigen. Nach acht bis zehn Jahren hast du deine Solaranlage also amortisiert und erzeugst den ohne weitere Kosten.

Kann ich mit einem Balkonkraftwerk Strom-autark werden?

Eine Stecker-Solaranlage, die aus zwei Panels besteht, kann nach Angaben der EKZ bis zu 600 Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr erzeugen. Eine Schweizer Single-Wohnung verbraucht dagegen im Mittel 1300 kWh jährlich. Bei einem Haushalt mit 3 Personen erhöht sich der Verbrauch auf durchschnittlich 2600 kWh. In Einfamilienhäusern ist der Verbrauch im Mittel noch höher. Das Balkonkraftwerk produziert also in der Regel zu wenig Strom, um damit den ganzen Haushalt zu versorgen. Ausserdem wichtig: Balkonkraftwerke sind keine Notstromversorgung. Fällt das Netz aus, schalten sich die Wechselrichter automatisch ab.

Quelle: https://www.zueritoday.ch/zuerich/kanton-zuerich/balkon-solaranlagen-boomen-das-musst-du-ueber-die-minikraftwerke-wissen-147383269

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